In diesem Blog geht es um meinen Alltag als Videoproduzent. Ein Teil dreht sich um die Videoproduktion selbst: wie sich Drehs besser planen lassen, worauf es im Schnitt ankommt und welche Kleinigkeiten am Ende den Unterschied machen. Dazu kommen meine Einschätzungen zu Themen rund um Social Media, etwa zu Reichweite, Sichtbarkeit und der Frage, wann ein Video für ein Unternehmen sinnvoll ist. Außerdem gebe ich Einblicke in meine Produktionen und nehme euch mit hinter die Kulissen.
Ein Tool, das ich mir rückblickend viel früher hätte kaufen sollen: der Magic Arm. Er ermöglicht es mir, meine Kamera oder ein Licht an den verschiedensten Orten und Objekten zu befestigen, wo ein normales Stativ nie Halt finden würde.
So kann ich die Kamera zum Beispiel ganz einfach auf einem Tablett mittragen lassen und das ganze Video durch eine etwas andere Perspektive auflockern. Zum Einsatz kam das unter anderem beim Imagefilm für die Eisdiele Pfefferkuchen in Pulsnitz.
Ein Magic Arm ist ein Gelenkarm mit Kugelgelenken. An einem Ende sitzt eine Klemme, am anderen die Kamera, ein Licht oder ein Monitor. Mit einem Drehknopf wird der Arm in der gewünschten Position festgestellt. Dadurch lässt er sich an Rohren, Tischkanten oder Stativbeinen anbringen, also genau dort, wo man sonst keinen Platz für ein Stativ hätte.
Magic Arms gibt es in verschiedenen Längen und mit unterschiedlicher Belastbarkeit. Kleine Modelle mit etwa 18 bis 28 Zentimetern reichen für Smartphones, Actioncams oder ein kleines Licht. Für eine Kamera mit Objektiv braucht es einen stabileren Arm. Ein SmallRig mit 11 Zoll trägt laut Händlerangaben bis zu 3 Kilogramm, der Klassiker von Manfrotto mit rund 53 Zentimetern Länge bis zu etwa 4 Kilogramm.
Beim Preis ist die Spanne groß. Einfache Modelle mit kleinen Kugelköpfen gibt es schon für unter 10 Euro. Ein SmallRig mit 11 Zoll kostet je nach Händler rund 40 bis 50 Euro, und ein Manfrotto liegt bei etwa 130 bis 160 Euro (Stand Oktober 2026).
Bei der Auswahl lohnt es sich, großzügig zu planen. Kamera mit Objektiv, Mikrofon und Zubehör wiegen schnell mehr, als man denkt, und ein Arm am Limit gibt eher nach oder wackelt. Deshalb nehme ich lieber eine Nummer größer.
Für mich gehört der Magic Arm deshalb zur Grundausstattung eines Videografen. Mit überschaubarem Budget kommen Perspektiven dazu, die sich mit einem Stativ nicht umsetzen lassen. Welche weiteren Anschaffungen sich bei mir ebenfalls bezahlt gemacht haben, zeige ich im Beitrag zu CFexpress-Karte, Magic Arm und Kameramonitor.