In diesem Blog geht es um meinen Alltag als Videoproduzent. Ein Teil dreht sich um die Videoproduktion selbst: wie sich Drehs besser planen lassen, worauf es im Schnitt ankommt und welche Kleinigkeiten am Ende den Unterschied machen. Dazu kommen meine Einschätzungen zu Themen rund um Social Media, etwa zu Reichweite, Sichtbarkeit und der Frage, wann ein Video für ein Unternehmen sinnvoll ist. Außerdem gebe ich Einblicke in meine Produktionen und nehme euch mit hinter die Kulissen.
„Um Himmelswillen, Sprachnachrichten sind total doof.“ Das hat letztens ein Kunde geschrieben, und ganz ehrlich: Das kann ich total nachvollziehen.
Text geht meistens schneller zu lesen, und man kann später einfach noch mal nachschauen. Deshalb nutze ich auch zu etwa 90 Prozent einfache Textnachrichten.
Trotzdem bin ich ein Fan von Sprachnachrichten. Gerade bei komplexeren oder persönlichen Themen finde ich die Zwischentöne der Stimme wichtig. Aus meiner Sicht vermeidet man dadurch einige Missverständnisse.
Ich habe mit dem Kunden auch gar nicht diskutiert, sondern mich einfach angepasst. Kommunikation soll für beide Seiten angenehm und effizient sein.
Ich glaube nämlich, die Diskussion bei Sprachnachrichten ist oft weniger eine Frage von Text gegen Audio, sondern eher: Wie werden sie genutzt? Diese klassischen Laber-Sprachnachrichten, drei Minuten lang, mit Pausen dazwischen, während nebenbei noch irgendwas gemacht wird, kann ich selbst überhaupt nicht ab. Den Inhalt hätte man auch in zwei Sätzen schreiben können.
Wenn ich Sprachnachrichten verschicke, versuche ich deshalb immer, kurz zu bleiben, direkt auf den Punkt zu kommen, möglichst viele relevante Infos sauber unterzubringen und einfach konsequent durchzusprechen. Keine Romane, kein Gelaber. Und genau solche Sprachnachrichten mag ich persönlich auch sehr gerne, vor allem im Austausch mit Kolleginnen, Kollegen und Auftraggebern auf WhatsApp, weil es oft einfach die schnellste und flexibelste Form der Kommunikation ist.
Dazu kommt für mich die persönliche Ebene: Tonfall, Betonung und Stimmung verhindern oft Missverständnisse, die bei reinem Text schnell entstehen können.
Und wenn etwas wirklich ausführlicher besprochen werden muss, ruft man am besten einfach kurz an.