In diesem Blog geht es um meinen Alltag als Videoproduzent. Ein Teil dreht sich um die Videoproduktion selbst: wie sich Drehs besser planen lassen, worauf es im Schnitt ankommt und welche Kleinigkeiten am Ende den Unterschied machen. Dazu kommen meine Einschätzungen zu Themen rund um Social Media, etwa zu Reichweite, Sichtbarkeit und der Frage, wann ein Video für ein Unternehmen sinnvoll ist. Außerdem gebe ich Einblicke in meine Produktionen und nehme euch mit hinter die Kulissen.
Die Produktion eines Eventfilms unterscheidet sich wesentlich von einem Imagefilm, da man nicht alles im Voraus planen kann und oft auch nicht genau weiß, wie sich das Event entwickelt. Deshalb gehe ich in der Regel so vor.
Vorbereitung mit einer Shotliste: Ich mache mir eine Liste mit wichtigen Szenen und überlege, wie Anfang und Ende aussehen könnten. So bin ich flexibel, kann aber gezielt auf bestimmte Momente achten.
Emotionen einfangen: Mein Fokus liegt auf den emotionalen Momenten und besonderen Highlights, die den Charakter des Events einfangen und authentisch wiedergeben.
Clips sortieren und strukturieren: Im Schnitt sortiere ich alle Aufnahmen nach Qualität und puzzle sie zu einer stimmigen Geschichte zusammen. Dann entstehen passende Übergänge, um den Fluss zu wahren, und das Video wird auf die Musik abgestimmt.
Musik und Sounddesign: Die richtige Wahl eines Tracks dauert oft länger als gedacht, ist aber enorm wichtig. Zusätzlich integriere ich gerne ein paar atmosphärische Geräusche wie Lachen oder Applaus, damit es kaum eine Stelle gibt, an der nur die Musik zu hören ist.
Color Grading für den finalen Look: Die einzelnen Clips werden korrigiert und aufeinander abgestimmt, bevor das Video seinen eigentlichen Look bekommt. Dabei probiere ich, besondere Details herauszuarbeiten und die Lichtatmosphäre positiv zu betonen.
Korrekturschleifen mit Feedback: Zum Schluss durchläuft das Video bei mir mindestens zwei Korrekturschleifen und geht dann zum Kunden, der seine Meinung natürlich auch noch äußern darf und soll.
Für mich ist es immer wieder interessant zu sehen, wie jede Videografin und jeder Videograf eine eigene Herangehensweise und Handschrift mitbringt.