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In diesem Blog geht es um meinen Alltag als Videoproduzent. Ein Teil dreht sich um die Videoproduktion selbst: wie sich Drehs besser planen lassen, worauf es im Schnitt ankommt und welche Kleinigkeiten am Ende den Unterschied machen. Dazu kommen meine Einschätzungen zu Themen rund um Social Media, etwa zu Reichweite, Sichtbarkeit und der Frage, wann ein Video für ein Unternehmen sinnvoll ist. Außerdem gebe ich Einblicke in meine Produktionen und nehme euch mit hinter die Kulissen.

Veröffentlicht am 27.04.2026

Neben der AfD gehört Die Linke derzeit zu den stärksten politischen Akteuren auf Social Media. Doch warum funktionieren ihre Inhalte so gut? Aus meiner Sicht lassen sich drei entscheidende Punkte herausstellen.

Erstens: Inhalte, die bewegen. Eines der erfolgreichsten Videos ist eine Rede von Heidi Reichinnek nach der gemeinsamen Abstimmung von Union, FDP und AfD zu einem Punktepapier im Thema Migration. Darin kritisiert sie die Zusammenarbeit mit der AfD scharf und spricht damit die Wut vieler Menschen direkt aus. Dieses Muster zieht sich durch den gesamten Auftritt: Redenausschnitte, Einordnungen, Themenvideos und politische Aktionen mit klarem Fokus auf Inhalte, die den Frust ansprechen und Lösungen anbieten.

Zweitens: positiver Populismus. Ines Schwerdtner bezeichnet politische Gegner als „Heiopeis“, Jan van Aken spricht von „russisch Roulette“ im Zusammenhang mit der Wiedereinführung der Wehrpflicht. Das sind bewusste Grenzüberschreitungen, die Aufmerksamkeit erzeugen und Wählerinnen und Wähler abholen sollen, die sich von der etablierten Parteienlandschaft abgewandt haben.

Drittens: plattformgerechte Gestaltung. Kaum Lifestyle-Content, sondern klare, schnelle und emotional aufgeladene Inhalte mit hoher Frequenz. Die Posts rufen viele Kommentare aus unterschiedlichen Lagern hervor und lassen sich gut teilen, was der Algorithmus belohnt.

Einen direkten Einfluss auf den Wahlerfolg kann man daran nicht eindeutig nachweisen. Dennoch zeigt es, wie sich die Mechanismen der Plattformen gezielt nutzen lassen, unabhängig davon, wie man selbst politisch zu den Inhalten steht.

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